Stall und Weide

Im Winter bewegt sich unsere Herde in einem offenen Laufstall auf unserem Hof. Dort können sie den Winter auf trockener und weicher Stroheinstreu genießen. Auch die Kälber kommen in der kalten Jahreszeit unter unserer Aufsicht und manchmal mit helfender Hand zur Welt. Die winterlichen Temperaturen wirken sich nicht negativ auf das Wohlbefinden und auf die Gesundheit der Kühe und Kälber aus. Denn erstens produzieren die Tiere durch ihren hohen Körperumsatz viel Eigenwärme (es werden bis zu 18 kg Trockenmasse / Tag verbrannt) und zweitens beschäftigen wir uns so viel mit den Tieren, dass wir ein Unwohlsein sofort erkennen würden.

Ab Mitte April bieten die Weiden wieder genug Futter und die Herde übersiedelt wieder ins Grüne. Jeden Tag bekommen unsere Tiere ein frisches Stück Weide mit saftiger Luzerne und Futtergräsern. Die Weide ist in mehrere Koppeln eingeteilt, damit das abgegraste Grün wieder ungestört nachwachsen kann. Die Rinder zeigen den - dem Menschen oft unangenehmen - Witterungseinflüssen, wie z.B. Regen, "die kalte Schulter" oder eher den dampfenden Rücken. Bei Hitze und Sonnenschein liegt die Herde am liebsten auf einem Hügel und überlässt dem stetigen Marchfeldwind den Wärmeabtransport.